Der Kachelofen

Es existieren Quellen, welche von Kachelöfen ab dem 14. Jahrhundert berichten. Vor allem im 18. Jahrhundert galt der Kachelofen als Statussymbol: je grösser und verzierter desto reicher der Besitzer und umgekehrt. Durch das Alter der Kachelöfen machte auch das äussere eine kustgeschichtliche Entwicklung bis in die heutige Zeit mit.

Als Speicherofen wird er in der Regel ein bis zwei Mal pro Tag eingefeuert. Je nach stärke des Mauerwerks und verwendetem Material kann die auf bis zu 90° warme Oberfläche Strahlungswärme über 12-24 Stunden abgeben.

Kachelofen bedeutet nicht mehr, dass zwingend nur Kacheln verwendet werden. Denkbar sind auch Verkleidungen aus Speckstein, Sandstein oder anderen Natursteinen. Auch Kombinationen mit verputzen Oberflächen sind denkbar. Als Leckerbissen lässt sich ein traditioneller Kachelofen mit beheizbaren Sitzflächen und Backofen austatten.

Vorteile

  • Je nach Bauart hohe Speicherfähigkeit
  • Nutzung als Backofen
  • Grosser Antail an Wärme-Strahlung (geringere Luftaustrocknung oder Staubzirkulation)

Nachteile

  • Träge Wärmeabgabe (je nach Bauart über 1 Stunde)

Ein einfacher Heiz-Einsatz genügt, um ein Kachelofen raumluftunabhängig zu machen, was bei Minenergie-Bauweise Voraussetzung ist. Die Einsatze besitzen viellfach Glaskeramik-Türen, durch welche das Feuer sichtbar bleibt. Durch weitere Technik, wie Wasser-Wärmetauscher oder Satellitenspeicher lässt sich der Kachelofen zu einem Vollheizsystem ausbauen.

Vorteile

  • Je nach Bauart hohe Speicherfähigkeit
  • Als Alleinheizung einsetzbar
  • Cheminéeähnliche Sichtfeuertüren möglich
  • Grosser Antail an Wärme-Strahlung (geringere Luftaustrocknung oder Staubzirkulation)

Nachteile

  • Weniger Speichervolumen
  • Brotbacken nur bedingt möglich