Automatisches Heizsystem – Der Pelletofen

Seit etwa 10 Jahren werden die Pellets als Holzbrennstoff immer verbreitert eingesetzt. Was sind denn Pellets überhaupt, fragen Sie sich vielleicht:

Ein Pellet ist ein kleiner Körper aus verdichtetem Material in Kugel- oder Zylinderform. Holzpellets sind Zylinderförmig und bestehen dabei aus verdichtetem Holz, haben 5-6 mm im Durchmesser und eine Länge von 1-3 cm. Gewonnen werden Holzpellets meist als Nebenprodukt aus Holzabfällen von Hobel- oder Sägereiwerken.

Durch die Verdichtung des Holzes und der Form steigt auch die Energiedichte im Vergleich zu Stückholz oder Holzschnitzel. Sie eignen sich deshalb gut für die Lagerung bei engen Platzverhältnissen. Bei grossen Heizsystemen werden die Pellets mit dem Tankwagen angeliefert. Ein ehemaliger Öltankraum kann mit wenig Auwand zu einem Pellet-Lagerraum umgewandelt werden. Vorsicht: trotz der hohen Energiedichte der Pellets wird das doppelte Volumen für die gleiche Heizleistung benötigt wie mit Heizöl.

Für den Hausgebrauch gibt es auch handliche 20-Kg-Säcke. Die meisten Ofentypen sind dabei mit einem ‚Minitank‘ versehen. Darin lassen sich bequem die Pellets für mehrer Tage unterbringen. Durch die automatische Befeuerung eignet sich der Pelletofen als Heizsystem im Kleinen, kann aber auch bis zur Vollheizung im ganzen Haus ausgebaut werden.

Vorteile

  • Automatische Beheizung
  • Bequeme, günstige Holzbeschaffung

Nachteile

  • Kein schönes Feuer fürs Auge
  • Förderschneckenantrieb erzeugt mechanische Geräusche
  • Höherer Wartungsaufwand
  • Funktionales Design schränkt Gestaltungsmöglichkeiten ein

Der Pelletofen ist eine vergleichsweise junge Technik die sich in den nächsten Jahren bestimmt noch weiterentwickeln wird. Für bestimmte Anforderungen und Einsatzgebiete ist der Pelletofen aber schon heute eine echte Alternative.